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Kunst zum Schweben bringen

Kultur: 120 Künstler zeigen zwei Wochen lang ihre Werke an über 60 Orten im Bahnhofsquartier

Von ALEXANDER BRUCHLOS ( Main-Echo vom 23. März 2017)

ASCHAFFENBURG. Der Laufacher Künstler Ralf Münz und seine Helfer gehörten zu den ersten, die für das diesjährige Event Kunst im Quartier öffentlichkeitswirksam zupackten. Am Dienstagmorgen brachten die Männer im Foyer des Hauptbahnhofs Münz' Papierplastik »Neophyt« in der lichtdurchfluteten Halle zum Schweben. Offiziell eröffnet wird das zweiwöchige Kultur-Ereignis an diesem Sonntag, 26. März, um 17 Uhr von Oberbürgermeister Klaus Herzog im Friseursalon »Scarlett meets Rhett« in der Weißenburger Straße.Zwei Wochen lang werden rund 120 Künstler in über 60 Geschäften, Galerien, gastronomischen Einrichtungen und Leerständen ihre Arbeiten präsentieren, erläutert Quartiersmanager und Organisator Klaus Stöppler.

Viele neue Räume
Mit dem Titel »Aufbruch« knüpfe man an das Motto der Aschaffenburger Kulturtage in diesem Sommer an. Kunst im Quartier ist eine Geschichte des Wandels. Viele Ausstellungsräume des Vorjahres sind bei der siebten Ausgabe in diesem Jahr nicht mehr dabei, so Stöppler. Meist, weil die Leerstände zwischenzeitlich vermietet wurden. Was durchaus zum Konzept gehört. Denn für Immobilienbesitzer, die ihre leer stehenden Räume für die zweiwöchige Aktion kostenlos anbieten, ist Kunst im Quartier offenbar eine erfolgreiche Werbemaßnahme. Dafür gibt es in diesem Jahr neue Ausstellungsflächen: So hat sich im Hinterhaus der Erthalstraße 12 eine Künstler-Kolonie auf Zeit eingerichtet, die an diesem Samstagnachmittag erstmals geöffnet hat. Im ehemaligen Rossmann-Markt in der Frohsinnstraße wird die Initiative KuDamm vertreten sein. Wieder dabei ist die Passage Ludwigshof. Vor allem der Hauptbahnhof wird zum Zentrum für außergewöhnliche Aktionen. »Die Akustik spielt in diesem Jahr eine besondere Rolle«, sagt Stadtentwicklungsreferent Bernhard Keßler. Im Foyer hat Tonmeister Eckhard Kuchenberger eine Klanginstallation vorbereitet und die Bahnhofsmission präsentiert sich mit einer Hörstation. Dort sind an einem künstlerisch gestalteten Tisch Gedichte zu hören, die Gäs te und Förderer der Bahnhofsmission eingelesen haben.
Drei Schulen sind in diesem Jahr dabei: Schüler der Comeniusschule zeigen Tierplastiken bei Optik Bartels in der Weißenburger Straße 6. Die Kinder der Kolping-schule gestalten die Fenster ihres Schulhauses und Schülerinnen der Ruth-Weiss-Realschule sind mit weiteren Künstlern in der Bahnhofsapotheke vertreten.

Bis zum Bahnhof-Nord
Ein Blick auf den Lageplan in der Kunst-im-Quartier-Broschüre zeigt: So gut wie alle Straßen des
Bahnhofsquartiers inklusive Bahnhof Nord sind beteiligt. Ideale Voraussetzungen für einen Rundgang am Kulturwochenende am 1. und 2. April, bei dem wieder zahlreiche Sonderaktionen geplant sind. Es ist das letzte Mal, dass Kunst im Quartier unter den Fittichen des Projekts Soziale Stadt über die Bühne geht, das im Sommer aus läuft, wie Keßler betont. Für das kommende Jahr soll der im Oktober gegründete Verein »Lebendiges und attraktives Bahnhofsquartier« die Organisation übernehmen. Die Organisation war bereits an den diesjährigen Vorbereitungen beteiligt. Der stellvertretende Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins, Richard Bernhard, ist sich der Dimension der Aufgabe bewusst. Damit sein Verein das Projekt 2018 stemmen kann, hofft er auf Zuwachs. Derzeit hat der Verein 20 Mitglieder.

Offenes Konzept
Bernhard, der als Anwohner und Galerist der Kirchner-Kultur-Küche selbst an der Aktion im Viertel mitwirkt, will das Konzept von Kunst im Quartier beibehalten: Wichtig sei, dass nicht kuratiert wird, so Bernhard. Das Event lebe davon, dass jeder mitmachen kann. Auf diese Weise habe sich die Veranstaltung zu einem Sprungbrett für Künstler gemausert, bei dem sie Ausstellungserfahrung sammeln können. Die Mischung aus Laien, Newcomern und etablierten Künstlern mache einen Reiz des Projekts aus. Das hat enorme Zugkraft: 8000 Kunstfreunde, schätzt Stadtentwicklungsreferent Keßler, haben das Kulturwochenende im vergangenen Jahr besucht.


Ein Überblick über Künstler, Ausstellungsorte und Aktionen in Broschüre »Kunst im Quartier« sowie http://kunstimquartier-ab.de/

 

 

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